„Der größte Vorteil von Virtual Reality besteht für mich darin, dass die Möglichkeiten zur Erstellung und Anpassung von Szenarien nahezu unbegrenzt sind.“
Jaap de Geus – UMCG Ambulancezorg
Im Jahr 2008 begannen wir, Virtual Reality für das Training von eskalierten Notfallsituationen einzusetzen. Zunächst entwickelten wir kleinere Szenarien, um Rettungsdienstmitarbeitende auf Abläufe bei der Ankunft an Einsatzorten vorzubereiten. Anschließend nutzten wir virtuelle Szenarien auch im Rahmen von Auswahlverfahren, um Kandidaten hinsichtlich ihrer Entscheidungsfähigkeit, ihres Lagebewusstseins und ihrer Kommunikationskompetenz zu beurteilen.
Mit der Weiterentwicklung der Technologie haben wir Virtual Reality zunehmend in unser Ausbildungs- und Trainingsprogramm integriert. Heute nutzen wir VR, um Rettungsfachkräfte mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen auf eine Vielzahl von Einsatzlagen vorzubereiten und Verfahrensabläufe zu trainieren – beispielsweise bei Flugzeug- oder Zugunglücken.
XVR ermöglicht es uns zudem, groß angelegte Übungen durchzuführen. So konnten wir in den Jahren 2012 und 2014 insgesamt 660 Mitarbeitende des Rettungsdienstes innerhalb von nur 26 Tagen für Großschadenslagen trainieren. Darüber hinaus organisieren wir jedes Jahr in einer der drei nördlichen Provinzen ein Führungs- und Koordinationstraining für Rettungsfachkräfte, Leitstellenmitarbeitende und Einsatzleiter. Dabei kombinieren wir Virtual Reality mit Whiteboard-basierten Trainingsmethoden des Emergo Train Systems.
Der größte Vorteil von Virtual Reality besteht für mich darin, dass die Möglichkeiten zur Erstellung und Anpassung von Szenarien nahezu unbegrenzt sind. Dadurch können wir unseren Rettungsdienstteams Erfahrungen in einem wesentlich breiteren Spektrum von Einsatzlagen vermitteln.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Teilnehmende Abläufe in einer vollständig kontrollierten Umgebung trainieren können. Das macht das Training deutlich realistischer – und damit wesentlich effektiver.